Archive for the ‘Aus dem Leben einer Spielzeugberaterin’ Category

29. April 2010 - Zukunftskongress Gesundheitswirtschaft des BMG

Saturday, April 3rd, 2010

Dem Thema Gesundheit einen neuen Stellenwert zu geben, auch dafür ist Dr. Philip Rösler ins Amt gezogen. Dafür braucht es starke Partner. Als FDPler leuchtet er naturgemäß auch die wirtschaftliche Bedeutung dieser Branche aus und lud zum ersten Zukunftkongress der Gesundheitswirtschaft dieser Art ein.

Mich als Parteinunabhängige überzeugte die Veranstaltung - der bunte Reigen an Podiumsgästen, der sowohl Hersteller, Kliniken als auch Patientenvertreter Gewicht zukommen ließ, zeigte einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem wichtigen Ressort. Besonders “Wie sind wir aufgestellt? Wohin geht unsere Gesundheitswirtschaft? Was sind die Themen der Zukunft?” waren die Fragen, auf denen es Antworten und Prognosen gab und zu denen selbst Frau merkel Stellung nahm.

Es gilt angesichts der drastischen gesellschaftlichen Entwicklungen, neue Wege zu finden:

Betrachten wir die Zunahme von psychischen Erkrankungen bei Kindern und ein sich zunehmend auflösendes Familien/Kinderfreizeitverhalten, das für emotionale Stabilität sorgen sollte, dann wird es höchste Zeit, dass das SPIELEN dezidiert als gesundes Spielen definiert wird und einen festen Platz in der Kindergesundheitsprävention bekommt!

Herr Rösler, ich bleibe am Ball! :-)

Teil V “Frau Spielzeug räumt auf”: Spielzeit vorbei?

Thursday, December 17th, 2009

Diesmal haben wir die Familie von Kathi besucht und uns einem spannendem Thema zugewendet:

Vom Kind zum Teenie - auch das Spielen bekommt ein neues Gesicht

Alles wird anders: Schulwechsel, der Körper verändert sich und eine neue Gedankenwelt erschließt sich - Überflüssiges kann über Bord geworfen werden. Eine aufregende Zeit voller Umbrüche für unsere Kinder, in denen Inseln des Vertrauten so wichtig sind und das Spielen eine besonders stärkende und beruhigende Bedeutung bekommt.

Die typischen Kinderzimmerprobleme sind im Teeniealter:

  • viel kaputter Krimskrams aus der Kinderzeit
  • unübersichtliche Vermischung aus Alt und Neu/ Nutzbarem und Unnützem
  • Arbeitsfläche/Schreibtisch wird viel gebraucht
  • man kann sich nicht rennen -> übervolles Zimmer
  • man sich nicht strukturieren -> Chaos
  • häufig Langeweile, weil man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht…
  • viele Kindersachen sind doof/ “Babykram”

Der Besuch bei der elfjährigen Kathi war mir eine große Freude und ich hoffe, spannende Anregungen für das bewußte Auseinandersetzen mit der veränderten Situation und Respektieren der neuen Ansprüche gegeben zu haben.

LINK zum Beitrag vom 27.11.2009 - http://www.sat1nrw.de/Archiv/Frau-Spielzeug-raeumt-auf/441d1190/

Teil IV “Frau Spielzeug räumt auf”: Spielräume im Alltagsstreß

Thursday, December 17th, 2009

“Zwar herrscht bei Familie Kabus kein Chaos im Kinderzimmer, trotzdem ist Hilfe nötig. Denn seitdem die kleine Michelle in die erste Klasse geht, kann sie Abends nur schwer vom Lernalltag abschalten und schläft deshalb oft schlecht ein. Ein Problem, das wahrscheinlich viele Eltern kennen. “

“Da kommt Frau Spielzeug wie gerufen!”

Die Hektik im Familienleben kann stressig sein: Wenn die arbeitende Mutter von der Arbeit und das Schulkind aus der Nachmittagsbetreuung nach Hause kommen, dann ist die gemeinsame Zeit kostbar, um den Tag positiv ausklingen zu lassen. Doch was sind Stolperfallen und was kann helfen?

 

·        man ist gestresst/geschafft vom Tag

·        man bringt die Anspannung des Tages nach Hause

·        es sind noch Arbeiten/Aufgaben/Verpflichtungen zu erledigen ( Haushalt, für die Schule üben, Hobbys, Zimmer aufräumen, etc.)

·        die ersten Schuljahre sind für Kinder sehr aufreibend und herausfordernd -> viele Kinder denken abends viel nach

·        Zeit der veränderungen

·        die Kinder bringen viel Neues von außen mit

·        Kinder müssen loslassen können, doch Gesprächsanlässe sind oft schwer zu finden

·        Kinder brauchen die Sicherheit und Wärme der Familie, um wieder „runterzukommen“

·        Entspannungszustände sind schwer zu erreichen

Neue unkomplizierte Ideen müssen her, die ganz schnell die Lösung für diese kraftraubenden Situationen bieten. Denn Bildung nicht ohne Bindung - und SPIELZEIT ist FAMILIENZEIT!

LINK zum Beitrag vom 26.11.2009: http://www.sat1nrw.de/Archiv/Frau-Spielzeug-raeumt-auf/441d1182/

Teil III “Frau Spielzeug räumt auf”: Kleinkindzeit adieu

Thursday, December 17th, 2009

 

In dieser Folge haben wir Lina und ihre Familie besucht, die sich angesichts der aufgeweckten Zweieinhalbjährigen fragt:

 

“Passt unser Spielzeug noch und was kommt nun?”

 

Mit der Sprachexplosion bei den Kindern findet häufig auch eine Spielzeugexplosion in den Kinderzimmern statt. Die Babysachen werden langweilig und es geht mit großen Schritten in der Kindheit voran. Dabei gibt es viel zu entdecken und Eltern und Verwandtschaft freuen sich an den neuen Fertigkeiten. Schnell drohen Puppenküche, Parkhaus, Kaufladen und noch vieles mehr den wertvollen Platz im Kinderzimmer zu verstellen – was tun?

 

DILEMMA:

·        Babyspielsachen regen nicht an, Neues zu entdecken

·        Babyspielsachen geben Sicherheit, weil man sie kennt und die Möglichkeiten erfolgreich meistert

·        neue Spielsachen können spannend sein

·        neue Spielsachen können frustrierend sein

·        eine weitere Phase des Übergangs

·        Kinderzimmer wird schnell voll mit den tollen neuen Möglichkeiten für das Alter (schwierig: Altersempfehlung ab 3 Jahre steht auf vielen Spielzeugen - paßt es wirklich?!)

 Dabei kennzeichnet dieses Alter eine sehr sensible Phase des Bewußtseinwerden in vielen Kompetenzbereichen und bedarf des elterlichen Mutes, wichtige Weichen für das Leben zu stellen.

Ein rundum schönes Filmchen dazu - LINK zum Beitrag vom 25.1.2009  http://www.sat1nrw.de/Archiv/Frau-Spielzeug-raeumt-auf/441d1176/

Teil II “Frau Spielzeug räumt auf”: vom Kindergartenkind zum Schulkind - alles neu?!

Thursday, December 17th, 2009

 

 Im zweiten Teil haben wir die Familie Beck mit Matthias und Moritz besucht - zwei pfiffigen Kerlen, die es im Moment gar nicht so einfach miteinander haben…

 

 

 

Vom Kindergartenkind zum Schulkind: mit Riesenschritten in eine neue Welt

 

Die Einschulung kennzeichnet einen der bedeutendsten Schritte in der Kindheit: Die Kinder treten aus der geschützten Welt der Familie und des Kindergartens heraus und müssen sich in der Schulwelt zurechtfinden. Besonders gefragt sind dabei angemessene kognitive, psycho-emotionale und motorische Kompetenzen, die sich durch die vielen neuen Einflüsse und Anforderungen rasant vergrößern wird. Für viele Familien bringt das besondere Herausforderungen mit sich:

 

·        Rivalität unter Geschwistern

·        Schwierigkeit passende gemeinsame Spiele zu finden

·        täglich neue Herausforderungen für das Schulkind

·        Basisfähigkeiten wie Konzentration, Ausdauer, Merkfähigkeiten, Frustrationstoleranz, Selbststrukturierung, etc. sind stark gefordert

·        neue Probleme und Einflüsse bringen neue Gedanken mit sich, die das Kind sortieren muss

  

Auch hier gab es verschiedene Lösungsstrategien für Groß und Klein, die das Miteinander auf ganz spielerische Art wieder bereichern konnten. Ein rundum gelungener Besuch mit einem lauten Abschied: “AUF-WIEDER-SEHEN-FRAU-SPIEL-ZEUG!!!”

Einfach mal hineinschauen - LINK zum Beitrag vom 24.11.2009: http://www.sat1nrw.de/Archiv/Frau-Spielzeug-raeumt-auf/441d1181/

 

Teil I “Frau Spielzeug räumt auf” - ZWEI Kinder bis DREI Jahre in EINEM Zimmer!

Thursday, December 17th, 2009

Der Auftakt unserer kleinen Reihe fand bei der Familie Tapper statt. Besonders hervorgehoben werden muß die kleine Swantje, die nicht nur grade erst wieder fieberfrei war, sondern auch äußerst fleissig mitgeholfen hat, einer Menge Spielsachen eine kleine Auszeit zu geben:

O-Ton: “Die Puppenkleider können auch noch in Urlaub!”

Thema des Drehs war: “Ein Zimmer, zwei Kinder und jede Menge Spielsachen - oh je!?”

Ein Zimmer für zwei Kinder - das ist ein typisches Platzproblem in einer 3,5 Zimmerwohnung und bringt besondere Probleme mit sich:

·     zwei Betten/Kleiderschränke müssen untergebracht werden

·     die Spielfäche ist verkleinert

·     größere Spielsachenmenge da verschiedene Spielinteressen

·     Spielkonflikte da verschiedene Alters- und Entwicklungsstufen

·     verschiedene Tagesrhythmen (Mittagsschlaf, Bettgehzeiten, etc.)

Was tun? Is’ doch klar - Frau Spielzeug fragen! ;-) 

LINK zum Sat1-Beitrag vom 23.11.09: http://www.sat1nrw.de/Archiv/Frau-Spielzeug-raeumt-auf/441d1175/

Eine kleine Chronologie: “Frau Spielzeug räumt auf!” mit SAT1 NRW

Thursday, December 17th, 2009

Ende November kam nun die kleine “Frau Spielzeug”-Serie ins Fernsehen: Eine Woche lang gab es kurzweilig aufgearbeitete Antworten auf alle möglichen Fragen rund ums gute Spielen, die richtigen (und falschen) Spielzeuge, übervolle Kinderzimmer und die vielen Tücken des Familienmiteinanders.

Dabei waren die unterhaltsamen Beiträge voll mit jeder Menge Tipps für die Eltern, lebensnahen Anregungen für mehr gemeinsame Spielzeiten und tollen Bildern von tollen Kindern: jede Menge Futter für den kräftezehrenden Erziehungsalltag!

Für mich war es ein schönes Erlebnis und ich bin mir sicher, daß ich auf diesem Bildungskanal die eine oder andere Familie erreichen konnte, die sonst vor dem Thema “gesundes Spielen - Familie als erster Bildungsort” Schwellenängste gehabt hätte.

Herzlichen Dank noch einmal allen Familien, die mitgemacht haben ( und an das liebe Westcom-Team) - es war mir eine ganz große Freude!

NEUES VOM VDIni-Club: Der Pädagogenbeirat - das Qualitätsmerkmal des VDIni-Club

Thursday, December 10th, 2009
Zur Herbstsitzung trafen sich die Mitglieder des Pädagogenbeirats zum zweiten Mal in diesem Jahr im VDI-Haus in Düsseldorf.

Auf der Tagesordnung stand neben einem aktuellen Projektbericht die Gründung der lokalen Clubs im Fokus. In acht Städten, Aschaffenburg, Berlin, Hannover, Lübeck, Magdeburg, Nürnberg, Rheingau und Stuttgart wurde bereits ein VDIni-Club eröffnet. In den Regionen finden Aktivitäten und zahlreiche Ausflüge statt. Um den Umgang mit den Kindern und Eltern für die Clubverantwortlichen zu erleichtern und einige Tipps und Tricks zur Gestaltung eines Versuchsworkshops weiterzugeben, wurde von den Mitgliedern des Beirats ein Pädagogik-Light Konzept mit den wichtigsten Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Als besonders empfehlenswert hat sich die unterstützende Begleitung durch die Eltern und durch eine pädagogische Fachkraft herausgestellt. Nicht jeder Ingenieur ist auch ein Pädagoge. Deshalb raten die Experten sich ein Netzwerk aus zum Beispiel Erziehern oder Referendaren aufzubauen. Klare Regeln für Eltern und Kinder wurden als besonders hilfreich hervorgehoben. Mehr dazu folgt in Kürze auf der Eltern und Pädagogenseite.

Fernsehtipp: 23.-27.11.09 - Eine Woche lang mit Frau Spielzeug unterwegs

Wednesday, November 18th, 2009

In der nächsten Woche (23.-27.11) wird es eine kleine Serie bei SAT1 NRW 17.30 geben. Jeden Tag bin ich bei einer anderen Familie zu Besuch und beantworte verschiedenste Fragen rund ums gesunde Spielen, finde Lösungen für übervolle Kinderzimmer und helfe spielwertes Spielzeug für große und kleine Weltenentdecker zu finden.

Ausschnitt aus dem SAT1 NRW-Beitrag ”Weihnachtspostamt” 16.11.09

Die Essener Messe und der Pädagogenblick

Thursday, October 22nd, 2009

Böse Geister sagen ja, ich würde “nur” spielen. Es ist das alte Dilemma, das sich offenbart, wenn man sieht, was in den Köpfen umherspukt. Spielen scheint für viele so unwichtig und damit ungewichtig zu sein, daß sie ignorieren, wo wir Menschheit unseren Motor finden. Alles Vorwärtsstreben, jede Kreativität, jede Entdeckung ist vorangetrieben durch den Urtrieb der Spiellust in uns. 

Lernen hat nicht nur was mit Buchstaben und Zahlen zu tun. Viel eher beginnt eine erfolgreiche Bildungskarriere. Doch nirgends wird die Nähe des Spielens zum Lernen für uns so deutlich wie beim Brettspiel, das die Kinder mit Eintritt ins Kindergartenalter entdecken. Regeln, Konzentration, Ausdauer, Training der sozialen Interaktion, der visuellen und auditiven Wahrnehmung und vieles mehr lassen uns direkt an die nächste Lernsituation an einem Tisch denken: die Schule. 

Sieht man die Essener Messe, so freut man sich an einer aktiven Spielerszene. Eine Welt für sich. 152.000 Besucher waren es diesmal, die uns gezeigt haben, das Deutschland nicht ohne Grund Brettspielnation Nr. 1 ist. (Wobei die vielen internationalen Besucher nicht zu vergessen sind.)

Und trotzdem habe ich einen bitteren Geschmack auf der Zunge. Eine aktuelle Studie von TNS Infratest besagt, daß angeblich 40% der deutschen Familien 1-2h in der Woche gemeinsam spielen. Das sind Zahlen, die ich nicht glauben kann. Wieviele und welche Familien sind da gefragt worden? Ist da auch in sozialen Brennpunkten nachgefragt worden? Es wäre schön, wenn die Zahlen repräsentativ wären. Meine Erfahrung in den Einrichtungen und auf der Straße sind andere und auch die Zahlen offizieller Studien (KIGGS, OECD, etc.) sprechen eine traurige andere Sprache.

Viel zu viele Familien beschäftigen sich nicht mehr miteinander - vom Fernsehen mal abgesehen. Gemeinsam Spielen bietet hier vollkommen neue Ansätze alle wieder an einen Tisch zu bringen. Brettspiele bieten ein simples aber immenses Potential. Mit einfachsten Mitteln und objektiven Regeln läßt sich hier die subjektive soziale Gelähmtheit durchbrechen. Es wird Zeit, familiäre Bildungsverantwortung wieder zu wecken. Warum nicht etwas nutzen, das Spaß macht und eigeninitiativ werden läßt - den Spieltrieb!?